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| Gerhard Fischer-Münster |
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Gerhard Fischer-Münster wurde im Jahr 1952 in Münster-Sarmsheim bei Bingen als
Sohn einer Musikerfamilie geboren. Sein Großvater Theodor Fischer war Instrumentalist und Musiklehrer, sein Vater Theo Fischer ist Komponist
und Dirigent. Schon als Kind spielte er Klavier, Violine, Klarinette und verschiedene andere Instrumente. Die größte Freude hatte
er am Selbststudium der Instrumente.
Die Gymnasialzeit (altsprachlicher Zweig) hat ihn mitgeprägt: Im Griechischunterricht der Schule lernte er seinen "Leitsatz" zum ersten
Mal kennen: "alles fließt" von Heraklit. Jostein Gaarder erklärt in seinem Buch "Sofies Welt" den Begriff folgendermaßen: "Alles ist in
Bewegung, und nichts währt ewig. Deshalb können wir nicht zweimal in den selben Fluß steigen. Denn wenn ich zum zweiten Mal in den Fluß steige,
haben sowohl ich als auch der Fluß uns verändert." Fischer-Münster fügt hinzu: "Alles fließt auch ineinander und voneinander. Dadurch entstehen
Grenzen, die sich wieder auflösen. Alles trifft sich irgendwo an einem abstrakten Punkt des Universums." Auch der Begriff "Logos" (Wort, Vernunft)
prägte ihn, den er später in seiner 4.Sinfonie umsetzte.
Nach der Schulzeit studierte er am Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz Violine, Klarinette, Klavier und Komposition und zusätzlich an der Universität
Mainz Klaviermethodik und -didaktik sowie Alte Musik. Er schloß mit dem Staatsexamen 1974 seine musikalische Ausbildung ab. Zunächst erteilte er an der
Musikschule und am Gymnasium Bingen Klarinettenuntericht, zeitweise auch Klassenunterricht im Fach Musik. Seit 1975 ist er Dozent am Peter-Cornelius-Konservatorium
in Mainz und lehrt Klarinette und Improvisation/Komposition. 1981 gründete er dort das "Bläserensemble" und 1991 das "Sinfonische Blasorchester". Daneben konzertiert
er als Klarinettist, Pianist und Dirigent und wirkt als Gastdozent an verschiedenen Instituten. Zusätzlich ist er als Juror bei Musikwettbewerben tätig
(z.B. bei "Jugend musiziert").
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